Gruppenfoto
© Cornell Paasche

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Backofen im Gutshof
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Gutshaus Pinnow
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Dorfkirche Pinnow
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Im Felchowseegebiet
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Am Kleinen Stewensee
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Kleiner Stewensee
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Auf der Bank
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Geniale optische Täuschung
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Die RainbowHikers waren wandern:
Brandenburg (UM) – Von Pinnow (Uckermark) nach Schwedt (Oder)
Die Tour war am 7. September 2025
Wanderleiter: Cornell Paasche

Der Link zur Tour bei Komoot.

Wanderstrecke: etwa 20,4 Kilometer

Die GPX-Datei herunterladen.

Teilnehmer inkl. WL: 10 und 1 Hund

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Unsere heutige RainbowHikers-Gruppenwanderung führte von Pinnow (UM) durch das Felchowseegebiet und über hügelige Feldwege nach Schwedt (Oder) und erneut durch den brandenburgischen Landkreis Uckermark.

>>>Die Gemeinde Pinnow liegt zwischen Angermünde und Schwedt und wird von der Stadt Schwedt mit verwaltet. Der Name Pinnow ist ein Begriff slawischer Herkunft mit der Bedeutung „Ort, wo Baumstämme sind“. Der als Straßen- oder Straßenangerdorf angelegte Ort wurde 1354 als Pynnow erstmals erwähnt.<<<

Unsere Tour startet gegen 10:45 Uhr am Nationalparkbahnhof Pinnow mit der Begrüßungs- und Vorstellungsrunde. Anschließend begeben wir uns über die Dorfstraße zum Historischen Gutshof Pinnow und durchqueren diesen. Mitten auf dem Hof steht ein Backofen, der gerade von einer Person überprüft wurde. Mit ihm kam die Gruppe ins Gespräch.

>>>Der historische Gutshof gehörte ehemals zu einer großen klösterlichen Gutsanlage mit Herrenhaus. Die einzelnen Gebäude stammen aus verschiedenen Epochen des 15. bis 19. Jahrhunderts. Mitte der 1990er-Jahre begannen die Sanierungsarbeiten. Hier, im früheren Herrenhaus, hat heute die Amtsverwaltung der Gemeinde Pinnow ihren Sitz. Auf dem Gutshof befinden sich unter anderem auch die Freiwillige Feuerwehr, das Deutsch-polnische Jugend-, Bildungs- und Kommunikationszentrum, Generationenwohnen, eine Schule.<<<

Nach Verlassen des Gutshofes geht es zur Pinnower Dorfkirche, einer gotischen Saalkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts oder Anfang des 14. Jahrhunderts.

Wir machen nun noch einen Abstecher zum Haussee, der sich im früheren Landschaftspark am Gut Pinnow befindet.
Über die Kastanienalle und die Straße Zum Felchowsee erreichen wir den Wanderparkplatz mit überdachtem Rastplatz und einer Infotafel am Rande des NSG Felchowseegebiet. Hier legen wir eine kurze Trinkpause ein und um Informationen zur bevorstehenden Landschaft mit teils abflusslosen Seen zu übermitteln.

>>>Das Felchowseegebiet steht seit Dezember 2002 unter Naturschutz. Zum 972 Hektar großen Naturschutzgebiet mit Vogelschutzgebiet gehören der 140 Hektar große Felchowsee, der Große Stewensee, der Kleine Stewensee und der 7,15 Hektar große Wustrowsee. Rund 403 Hektar des Naturschutzgebietes befinden sich im Besitz der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe.<<<

Wir setzen unseren Weg durch das Felchowseegbiet und den Flemsdorfer Wald fort und erreichen zunächst linksseitig des Weges den Felchowsee, der vom Weg aus jedoch nicht mehr zu sehen ist. In den warmen Jahreszeiten ist natürlich auch viel Vegetation vorhanden, die den Blick oft versperrt. Wir vermuten aber, dass der See zu einem großen Teil ausgetrocknet sein könnte.

Etwas später taucht auf der rechten Seite unseres Weges der See Lanke auf. Dieser ist langgezogen und komplett mit einem Schilfgürtel umzogen. Am Ende des Sees ist er dann aufgrund einer Wegerhöhung sichtbar.

Es folgt der Große Stewensee, an den wir aber von unserem Weg aus nicht herankommen. Wir können ihn durch die Bäume hindurch erkennen. Und zuletzt erreichen wir den Kleinen Stewensee. Ungefähr in der Mitte des Sees gibt es einen Pfad, der direkt an den See heranführt. Dieser ist allerdings mit einer Jagdkanzel versperrt, die aber umgangen werden kann.

Am Ende des Waldes gelangen wir auf den Vorwerker Weg, der sich meist als Plattenweg durch die hügelige Landschaft schlängelt, immer mit Blick auf die Stadt Schwedt (Oder), und der uns nach Berkholz-Meyenburg führt. Unser Weg führt nur durch den Ortsteil Berkholz, wo wir an der Dorfkirche und dem Gründungsstein vorbeikommen.

>>>Berkholz-Meyenburg ist ein Ortsteil der Stadt Schwedt. Am 1. April 1974 erfolgte der Zusammenschluss von Berkholz und Meyenburg.
Das Dorf Berkholz wurde 1354 erstmals urkundlich unter dem Namen „Bergholt“ erwähnt und nach dem „Birkenhölz“ benannt. Es ist eine Gründung aus der askanischen Kolonisationszeit. In den Jahren 1354/55 wurde Berkholz pommerisch. Der Lehnsträger des Ortes, Pflillipus Balkenberg, wurde 1432 erstmals namentlich aufgeführt. 1481 ging der Besitz an die Grafen von Hohenstein und 1492 an die von Stegelitz zu Criewen über.<<<

Bei der Dorfkirche Berkholz handelt es sich um eine einschiffige Saalkirche, die zwischen 1886 und 1888 nach Plänen von Carl Niermann erbaut wurde.
Das Kirchenschiff aus Backstein wurde auf einem Feldsteinsockel errichtet, dessen Material vom Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert stammt.

Von der Meyenburger Straße aus überqueren wir auf einem schmalen Weg einen sanften Hügel und befinden uns dann auf der Berkholzer Allee, die uns immer geradeaus direkt nach Schwedt (Oder) führt. Diese Allee ist gesäumt mit Kastanienbäumen, weshalb sie in einigen Plänen auch Kastanienallee heißt.

>>>Schwedt (Oder) ist die einwohnerreichste Stadt im Landkreis Uckermark. Am 23. August 1265 wurde Schwedt erstmals in der Form „Scwet“ urkundlich erwähnt. Der Name kommt aus dem Slawischen und bedeutet „Licht“.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Schwedt zur Festung ernannt und am Ende des Krieges war die Stadt zu 85 Prozent zerstört, das Schloss ausgebrannt und die Kanalbrücke gesprengt.
Im Jahr 2008 wurde Schwedt nach acht Nationalparkgemeinden als erster Stadt Deutschlands der Titel „Nationalparkstadt“ verliehen. Auf ihrem Gebiet befindet sich der Nationalpark „Unteres Odertal“.<<<

An der Uckermärkischen Straße kommen wir an einem Wohnblock vorbei, an dem sich Wandbilder (Murals) mit optischer Täuschung befinden. Wir sind alle davon begeistert, wie gut das gemacht wurde.

Am Ende der Straße treffen wir auf einen Kreisverkehr und folgen nun dem Heinersdorfer Damm bis zum 1911 errichteten Schwedter Wasserturm, der Teil des ehemaligen Wasserwerkes mit seinen Werksgebäuden wie dem Brunnenhaus, der Enteisungsanlage und der Pumpenstation ist. Das Wasserwerk stellte 1965 den Betrieb ein. Seit 1995 dienen der Wasserturm und die Nebengebäude als Hotel und Restaurant.

Über den Spielplatz am Rodelberg und im Zick-Zack durch ein Wohngebiet erreichen wir das Rathaus der Stadt Schwedt (Oder) und anschließend den Stadtpark, der sich auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Friedhofs befindet.

Nach Überquerung der Lindenallee befinden wir uns am Berlischky-Pavillon, einer ehemaligen französisch-reformierten Kirche, die heute als Veranstaltungsort dient.

>>> Der heutige Berlischky-Pavillon wurde ab 1777 nach Plänen von Georg Wilhelm Berlischky errichtet. Die vom Markgrafen Friedrich Heinrich in Auftrag gegebene Kirche war Teil der barocken Bebauung des Schwedter Herrschaftssitzes und wurde am 29. August 1777 eingeweiht.
Neben der Nutzung als Kirche von 1777 bis 1908 sowie von 1945 bis 1976 wurden hier auch die Schwedter Markgrafen beigesetzt. Anfang der 1990er-Jahre wurden deren Särge in den Berliner Dom umgebettet.<<<

Bis hierhin verlief die offizielle Strecke dieser Wanderung. Vor dem Berlischky-Pavillon entstanden zum Abschluss noch diverse Gruppenfotos und erfolgte die Verabschiedung.

Den Teilnehmern überließ ich die Wahl, die Tour am in der Nähe befindlichen Bahnhof Schwedt (Oder) zu beenden oder noch zu einer Einkehr mitzukommen. Der Großteil der Gruppe entschied sich, die Tour am Bahnhof zu beenden.

Mit Heiner und Andreas begebe ich mich noch zum Café am Bollwerk und auf dem Weg zum Bahnhof durchqueren wir noch den kleinen Rest der Altstadt, bevor auch wir diese Tour am Bahnhof Schwedt (Oder) beenden.

Hier die Aufzeichnung einiger Mitwanderer:
Heiner: https://www.komoot.com/de-de/tour/2562339838
Sisa: https://www.komoot.com/de-de/tour/2560464535
Andreas: https://www.komoot.com/de-de/tour/2561907995
Manfred: https://www.komoot.com/de-de/tour/2560404636
Michael: https://www.komoot.com/de-de/tour/2560494728